Tannenhäher

Grösse: ~ Taube
Lebensraum: Nadelwälder

 

Merkmale

Rötlich-braunes Gefieder mit weissen Tupfen • schwarze Flügel • weisse Unterschwanzdecke und weisse Endbinde, die im Flug von unten gut sichtbar sind.

 

Stimme

Bekannt ist vor allem der laute Ruf «trärr-trärr», der bei Erregung und oft auch gereiht ausgestossen wird.

 

Biologie

1 Brut mit 3–4 Eiern • Nest auf Nadelbäumen, meist an der Astbasis in Stammnähe • Nestunterbau aus Zweigen und kleinen Ästen, ausgepolstert mit einer zentimeterdicken, gut isolierten Schicht aus Flechten, Blättern, Holzmulm, Erde und Moos • grundsätzlich Allesfresser, doch überwiegt die pflanzliche Nahrung wie Samen von Nadelbäumen, aber auch Früchte und Samen von Laubbäumen, Beeren, weiches Obst • Samen von Nadelbäumen, v.a. Arven, Föhren,  Haselnüsse, Buchnüsschen, auch Eicheln werden als Vorratsnahrung für den Winter gesammelt • Anlage von bis zu 20’000 Vorratslagern, von denen bis zu 80 % wieder gefunden werden.

 

Lebensraum

Das bevorzugte Brutbiotop liegt in Nadelwäldern oder Mischwäldern mit überwiegendem Anteil an Nadelbäumen.

 

Verbreitung

Verbreitet in den Nadelwaldzonen Europas und Asiens bis zum Himalaya und Kasachstan • in Europa beheimatet in den Gebirgen Mittel- und Osteuropas sowie im Tiefland der Ostseeländer.

 

Vorkommen in Liechtenstein

Jahresvogel

 

Talraum: Verbreitetes Auftreten als Nahrungsgast ab Sommer.

Hanglagen: Verbreiteter und häufiger Brutvogel in den Nadelwaldgebieten der höheren Lagen.

Berggebiet: Verbreiteter und häufiger Brutvogel in den Nadelwaldgebieten bis 1600 m, vereinzelt bis über 1800 m.

 

Status in Liechtenstein

Regelmässiger Brutvogel.

 

Population

40–60 Reviere.

 

Bedeutung für Naturschutz / Empfehlungen

Indikator für strukturreiche Bergwälder.

 

Gefährdung

Nicht gefährdet.


Tannenhäher 


Quelle: Regierung des Fürstentums Liechtenstein (2006): Naturkundliche Forschung im Fürstentum Liechtenstein, Band 22