Rabenkrähe

Grösse: > Taube, < Ente
Lebensraum: Kulturlandschaft

 

Merkmale

Schwarzes Gefieder, je nach Lichteinfall glänzend • schwarzer Schnabel, dunkle Füsse.

 

Stimme

Typisch sind die krächzenden Rufe «krah – krah» oder auch rau «rarr – rarr».

 

Biologie

1 Brut mit 4–6 Eiern • Nest als kleiner Horst auf Bäumen, bestehend aus Ästen • Allesfresser • tierische Nahrung  überwiegt in der Regel, bestehend aus Wirbellosen aller Art, kleinen Wirbeltieren, erschöpfte mittelgrosse Säuger, Eier (auch der eigenen Art), tote Fische und weiteres Aas • pflanzliche Nahrung aus Sämereien und Früchten, auch keimendes Getreide (Schäden in der Landwirtschaft), Wurzeln, Sprossteile, Kartoffeln, Brot und Speiseabfälle.

 

Lebensraum

Bewohnt sehr unterschiedliche Lebensräume • bevorzugt werden offene und halboffene Landschaften mit Einzel- und Feldgehölzen, nahrungsreiche Wiesen und Äcker, Viehweiden und gedüngte Wiesen • das Innere von geschlossenen Wäldern wird gemieden • zunehmendes Vordringen in Siedlungsgebiete. 

 

Verbreitung

Weite Verbreitung über Europa und Asien, aber auch im Niltal, ostwärts bis Japan • Europa wird flächendeckend  besiedelt, wobei zwischen zwei Unterarten unterschieden wird: Rabenkrähe und Nebelkrähe • Rabenkrähe bewohnt hauptsächlich Mittel- und Westeuropa, das Verbreitungsgebiet der Nebelkrähe schliesst ostwärts an.

 

Vorkommen in Liechtenstein

Jahresvogel

Talraum: Verbreiteter und sehr häufiger Brutvogel in der ganzen Talebene, während des ganzen Jahres auch grosse Trupps von Nichtbrütern • vereinzelt, v.a. im Winter erscheinen auch Nebelkrähen bzw. Bastarde zwischen Raben- und Nebelkrähe.

Hanglagen: Zerstreut und spärlich vorkommender Brutvogel an den Hanglagen, gemieden werden vor allem die grossflächigen Waldgebiete • im Winter finden sich grosse Schwärme an bestimmten Schlafplätzen ein, die einer jahrelangen Tradition folgend aufgesucht werden (z.B. Schlosswald Vaduz).

Berggebiet: Zerstreut und spärlich brütend im ganzen Berggebiet, verbreitet zwischen 1200 und 1500 m, selten bis 1800m.

 

Status in Liechtenstein

Regelmässiger Brutvogel.

 

Population

50–100 Brutpaare.

 

Bedeutung für Naturschutz / Empfehlungen

In den letzten Jahren Häufung von Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen (Ausreissen keimender Mais- und Getreidekörner).

 

Gefährdung

Nicht gefährdet.



Rabenkrähe 


Quelle: Regierung des Fürstentums Liechtenstein (2006): Naturkundliche Forschung im Fürstentum Liechtenstein, Band 22