Kolkrabe

Grösse: > Ente
Lebensraum: Felsbiotope

 

Merkmale

Durchgehend schwarzes Gefieder, ähnlich Rabenkrähe, jedoch wesentlich grösser als diese • keilförmiger Schwanz, was v.a. im Flug gut erkennbar ist.

 

Stimme

Charakteristisch ist der Ruf «korrrk» (Name!).

 

Biologie

1 Brut mit 3–6 Eiern • Fels- oder Baumbrüter, selten auch an Gebäuden • Unterbau des Nestes aus Zweigen und Ästen, innen mit kleinen Zweigen, Erdklumpen, Moos, Grashalmen, Haaren und Wolle ausgepolstert • Allesfresser • Aas spielt  im Hochgebirge als Nahrung eine wichtige Rolle (Fallwild) • tierische Nahrung aller Art, von Nachgeburten grasfressender Säugetiere, Kleinsäuger, auch Jungtiere und verletzte Individuen von Schalenwild, Reptilien, Amphibien, Wirbellose • pflanzliche Nahrung vor allem Samen und Früchte.

 

Lebensraum

Besiedelt die unterschiedlichsten Lebensräume • als Felsbrüter werden die Felsgebiete im Hochgebirge, aber auch Felswände innerhalb des Waldareals besiedelt, als Baumbrüter halboffene bis offene Landschaften.

 

Verbreitung

Auf nördlicher Halbkugel weit verbreitet, Nordafrika, Europa, Asien, Nordamerika • Vorkommen in fast ganz Europa, Ausbreitungstendenz nach jahrzehntelanger Bestandesabnahme.

 

Vorkommen in Liechtenstein

Jahresvogel

 

Talraum: Lokal und vereinzelt brütender Vogel in der Talebene, so an Felswänden am Eschnerberg • in der Eschner Rheinau besteht ab 2001 Brutverdacht.

Hanglagen: Zerstreut und spärlich vorkommender Brutvogel, Neststandorte in Felswänden inner- und oberhalb Waldareal.

Berggebiet: Zerstreut und spärlich vorkommender Brutvogel in Felsgebieten, zumeist oberhalb der Waldgrenze.

 

Status in Liechtenstein

Regelmässiger Brutvogel.

 

Population

Zunahme des Bestandes in den letzten Jahrzehnten • 8–12 Reviere.

 

Bedeutung für Naturschutz / Empfehlungen

Früher wurde die Art als «gefährlicher Schädling» (z.B. als Räuber von Lämmern) verfolgt (Abschussprämie).

 

Gefährdung

Nicht gefährdet.



Kolkrabe
 


Quelle: Regierung des Fürstentums Liechtenstein (2006): Naturkundliche Forschung im Fürstentum Liechtenstein, Band 22