Elster

Grösse: < Ente, > Taube
Lebensraum: Siedlungsgebiet

 

Merkmale

Schwarz-weisses Gefieder, je nach Lichteinfall metallisch grün glänzend • langer Schwanz mit abgestuftem Schwanzende.

 

Stimme

Am häufigsten zu hören ist ein lautes, hartes Schäckern, etwa «tschäk-tschäk...».

 

Biologie

1 Brut mit 5–8 Eiern • kugeliges Nest aus Ästen, meist hoch oben in einem Baum, gut gedeckt • Allesfresser, wobei im Sommer tierische Nahrung überwiegt, besonders Käfer, Würmer, Raupen, Fliegen, kleine Wirbeltiere wie Mäuse und Jungvögel, Eier • im Winter mehr vegetarisch lebend, dazu Aas und Abfälle.

 

Lebensraum

Halboffene Landschaften mit Bäumen und Büschen, niedrig bewachsenen oder vegetationsarmen Flächen für Nahrungsaufnahme • als Kulturfolger vermehrtes Auftreten in Siedlungen mit günstigen Nistbäumen, vor allem auch als Folge eines zunehmenden Feinddrucks, v.a. durch die Krähe.

 

Verbreitung

Verbreitung über die ganze nördliche Halbkugel, Europa, Asien, Nordamerika • in ganz Europa beheimatet, sofern Bäume vorkommen.

 

Vorkommen in Liechtenstein

Jahresvogel

 

Talraum: Verbreitet bis zerstreut vorkommender Brutvogel in der ganzen Talebene, verdichtetes Vorkommen innerhalb der Siedlungen.

Hanglagen: Lokaler und seltener Brutvogel in den offenen Gebieten, vor allem in den unteren Hanglagen.

Berggebiet: Nur wenige Beobachtungen aus dem Berggebiet.

 

Status in Liechtenstein

Regelmässiger Brutvogel.

 

Population

Bestandeszunahme in den letzten beiden Jahrzehnten (als Folge fehlender Nachstellung?): eine Bestandeserfassung 1983 ergab 18 Brutpaare, heute sind es 50–80 Brutpaare.

 

Bedeutung für Naturschutz / Empfehlungen

Der Einfluss auf Singvogelpopulationen durch Nestplünderungen scheint gering bis inexistent zu sein.

 

Gefährdung

Nicht gefährdet.



Elster 


Quelle: Regierung des Fürstentums Liechtenstein (2006): Naturkundliche Forschung im Fürstentum Liechtenstein, Band 22