Eichelhäher

Grösse: ~Taube
Lebensraum: Mischwälder

 

Merkmale

Rötlich-brauner Körper • heller Kopf mit schwarzer Fleckenstreifung und schwarzem Bartstreifen, weisser Bürzel, schwarzer Schwanz • typisch sind die blau-schwarz gestreiften Federn im ansonsten schwarz-weissen Flügel.

 

Stimme

Charakteristisch ist das bei Erregung laute Rätschen wie «schräit» oder «rätsch», meist zweimal hintereinander kurz ausgestossen.

 

Biologie

1 Brut mit 4–7 Eiern • Nest auf Bäumen oder in Büschen in kräftigen Astgabeln • Allesfresser, wobei pflanzliche Nahrung mit Samen, Früchten und Beeren überwiegt • tierische Nahrung mit Wirbellosen, Eiern und Jungvögeln, v.a. auch als  Nestlingsnahrung • Eicheln, Haselnüsse und Buchnüsschen als Vorratsnahrung für den Winter.

 

Lebensraum

In Wäldern aller Art, bei Nadelwäldern eher am Waldrand • Kulturlandschaften mit grösseren Feldgehölzen und Baumgruppen • Schwerpunkt vor allem in Tallagen, Vorkommen aber bis an die Waldgrenze.

 

Verbreitung

Weite Verbreitung von Nordwestafrika über Europa bis Japan, Südhimalaja bis China • in fast ganz Europa beheimatet, fehlt lediglich in Island und in Teilen Grossbritanniens, Skandinaviens und Russlands • mitunter invasionsartige Wanderungen von Nord- und Mitteleuropa Richtung Süden.

 

Vorkommen in Liechtenstein

Jahresvogel

Talraum: Verbreiteter und häufiger Brutvogel in Gebieten mit Gehölzen.

Hanglagen: Verbreitet und häufig in den Waldgebieten der tieferen Lagen, oberhalb 1500 m spärlich.

Berggebiet: Verbreitet und häufig in den Waldgebieten bis 1500 m, darüber bis rund 1700 m zerstreut und spärlich.

 

Status in Liechtenstein

Regelmässiger Brutvogel.

 

Population

200–250 Reviere.

 

Bedeutung für Naturschutz / Empfehlungen

Grösste Dichte in strukturreichen Laubmischwäldern.

 

Gefährdung

Nicht gefährdet.



Eichelhäher 


Quelle: Regierung des Fürstentums Liechtenstein (2006): Naturkundliche Forschung im Fürstentum Liechtenstein, Band 22