Alpendohle

Grösse: > Taube
Lebensraum: Berggebiete

 

Merkmale

Schwarzes Gefieder • gebogener, gelber Schnabel und rote Füsse.

 

Stimme

Bekannt ist der hohe und durchdringende Ruf «triii» oder «sriii», ferner das etwas gedämpftere «dschirr».

 

Biologie

1 Brut mit 3–5 Eiern • Felsbrüter • Nest in Spalten, Höhlen und Nischen in unzugänglichen Felspartien, mitunter auch an Gebäuden • Nahrung überwiegend aus bodenbewohnenden Insekten (Käfer, Heuschrecken, Ameisen, Raupen), dazu Spinnen, Schnecken und Regenwürmer • im Herbst und Winter mehr pflanzliche Nahrung wie Beeren, Obst, Knospen, Flechten, Blätter, dazu Aas und Abfälle während des ganzen Jahres.

 

Lebensraum

Als Hochgebirgsvogel werden vor allem Felsgebiete über der Waldgrenze besiedelt • Nahrungssuche erfolgt auf  Alpweiden, in Geröllhalden und nicht zuletzt im Umfeld von Gebäuden • in strengen Wintern werden oft bestimmte Gebiete bzw. Siedlungen in Tallage einer jahrzehntelangen Tradition folgend aufgesucht.

 

Verbreitung

Gebirge Nordwestafrikas, Europas und Asiens bis zu den zentralasiatischen Gebirgen • in Europa in den Pyrenäen, den Alpen, auf Korsika, im Apennin und in den Gebirgen der Balkanländer.

 

Vorkommen in Liechtenstein

Jahresvogel

Talraum: Nahrungsgast in strengen Wintern an bestimmten Örtlichkeiten, so Schaan-Vaduz, Balzers (früher wesentlich häufiger, da strengere Winter).

Hanglagen: Lokaler und spärlicher Brutvogel an der Drei-Schwestern-Kette • im Winter Nahrungsgast in Triesenberg und Planken.

Berggebiet: Verbreiteter und häufiger Brutvogel in den Felsgebieten über der Waldgrenze, mitunter Brutversuch an Gebäuden im Malbun.

 

Status in Liechtenstein

Regelmässiger Brutvogel.

 

Population

40–50 Brutpaare.

 

Bedeutung für Naturschutz / Empfehlungen

Optimaler Lebensraum in einer wenig beeinflussten, abwechslungsreichen Alpinstufe.

 

Gefährdung

Nicht gefährdet.



Alpendohle 


Quelle: Regierung des Fürstentums Liechtenstein (2006): Naturkundliche Forschung im Fürstentum Liechtenstein, Band 22