Heutristen

Seit Oktober 2003 ist die Fütterung des Schalenwildes in Liechtenstein nicht mehr erlaubt. Zur Ergänzung des natürlichen Winternahrungsangebotes, im Sinne von Notfuttervorlagen können im Einvernehmen mit den Waldeigentümern und dem Amt für Umwelt, über den ganzen nutzbaren Winterlebensraum verteilt Magerheutristen angelegt werden. Der Begriff "Notzeit" wird vom Jagdbeirat in einem Notfütterungskonzept definiert und tritt bei hohen Schneelagen und extremen Winterverhältnissen in Kraft. Das Magerheu wird soweit möglich vor Ort gewonnen.

Diese von den Jagdaufsehern und Jagdpächtern geleisteten Unterhaltsarbeiten auf Bergheumähdern fördern die Artenvielfalt von Flora und Fauna und verhindern das Verwalden von artenreichen Blumenwiesen. Die Winter-Notfütterung von Wildtieren durch Magerheutristen sowie die Einrichtung von Winterruhezonen sind wichtige Voraussetzungen zur Stützung von Wildtierpopulationen in einer vom Menschen vielschichtig beanspruchten Landschaft.