Geschichte

Obwohl die Jagd im Fürstentum Liechtenstein bis ins Jahr 1792 ausführlich dokumentiert ist, fand die Liechtensteiner Jägerschaft ihre Gründung erst am 30. August 1931 als Landesjagdschutzverein. Die Exponenten und Mitglieder der Jägerschaft haben es stets verstanden, die Belange der Jagd zu verteidigen und für den Erhalt der Wildlebensräume und deren Wildtiere einzustehen. Die ehrenamtliche Tätigkeit der Mitglieder, Organisatoren und des Vorstandes bedürfen einer Vielzahl von jagdlich versierten Persönlichkeiten die aus Freude an der Jagd, der Tradition, der Umwelt und den Lebensräumen der Wildtiere uneigennützig sehr viele Stunden Ihrer Freizeit einsetzen.

 

1931
Gründung des Liechtensteinischen Landes-Jagdschutzvereins. durch Dr. Rupert Ritter, Dr. Senn, Wilhelm Fehr, Fritz Walser sowie Ing. Boner. Hermann und Julius Ospelt vertraten das Jagdaufsichtspersonal. Dr. Rupert Ritter übernahm die Präsidentschaft.

1931

 

1938
Ablösung der Präsidentschaft von Dr. Rupert Ritter durch Wilhelm Fehr.

1951
Nachdem zwischen 1938 und 1951 der Landes- Jagdschutzverein seine statutengemässe Tätigkeit nach und nach eingestellt hatte, führte eine am 5. März 1951 einberufene Versammlung von Jagdinteressenten zu einer Revision des Jagdgesetzes und führte schliesslich zur Wiederbelebung des Vereins.

Anlässlich einer von Forstmeister Dipl. Ing. Eugen Bühler einberufenen Versammlung am 7. April 1951 wurde der Vorstand des Jagdschutzvereins gewählt. Hans Ritter wurde zum Obmann bestellt, Gustav Ospelt zu seinem Stellvertreter und Hermann Ospelt zum Schriftführer und Kassier. Die Zusammenarbeit zwischen Jägerschaft und Forstamt in allen jagdlichen Angelegenheiten wurde bekräftigt.

1953
Publikation am 24. Dezember 1953 des revidierten Jagdgesetzes.

 

1959
Pr
äsidentschaft durch S.D. Prinz Hans von Liechtenstein

Festlegung der Jagdverpachtung. Diese beinhaltete im Wesentlichen die Neueinteilung der Reviere, Festlegung einer Mindest- und Höchstanzahl von Pächtern in einem Revier. Hinzu kamen;

 

1960
Festlegung eines Verbots f
ür die Nachtjagd, die Verlängerung des Kahlwildabschusses und die obligatorische Ablegung einer Jagdprüfung.

Gründung des Jagdinteressentenvereins.

 

1962
Neuverpachtung der 19 Jagdreviere und Inkrafttreten des neuen Jagdgesetzes.

 

1963
Demission des gesamten Vorstandes des Landes-Jagdschutz-vereins. Zum neuen Pr
äsidenten wurde Dr. Otto Hasler gewählt. Dies war der Beginn einer neuen Epoche.

1963

 

1974
Gründung der Jagdhundeführergruppe.

1984
Gründung der Jagdgesetznovelle.

1988
Gründung der Jagdaufsehervereinigung.

1991

1991

Übernahme der Präsidentschaft durch Dr. Markus Hasler. Dr. Otto Hasler wurde zum Ehrenpräsidenten ernannt. Dr. Otto Hasler führte die Liechtensteiner Jägerschaft über einen Zeitraum von fast 30 Jahren. In dieser Zeit kümmerte sich Dr. Otto Hasler um die Suche einer geeigneten Schiessanlage sowie um die Erbauung einer Hubertuskapelle. Ebenso pflegte er internationale Kontakte und war massgeblich an der Gründung und am Ausbau der Internationalen Jagdkonferenz IJK beteiligt. Dr. Otto Hasler war stets für ein konstruktives Miteinander zwischen Jagd und Forst. Seine sachliche, auf Konsens bedachte Gesprächskultur galt als vorbildlich. Dr. Otto Hasler war Mitglied des Jagdbeirats der Fürstlichen Regierung und etliche Jahre Vorsitzender der Trophäenbewertungskommission. Ehrenpräsident Dr. Otto Hasler verstarb am 15. April 2002 im achtzigsten Lebensjahr.

1992
Eröffnung der neuen Schiessanlage auf St. Luzisteig

 

2013 


Zwei ehemalige Schulkollegen führen das gleiche Amt. Links der neugewählte
Präsident Michael Fasel, rechts der nach 22 Jahren scheidende Präsident
Markus Hasler, der zum Ehrenpräsidenten ernannt und mit der Goldenen
Ehrennadel ausgezeichnet wurde.


Neuwahlen anlässlich der Vollversammlung am 15. März 2013. Dr. Markus Hasler übergibt das Amt des Präsidenten nach 22 jähriger Tätigkeit an Michael Fasel, Jäger und freischaffender Biologe aus Vaduz.  Dr. Markus Hasler wird zum Ehrenpräsidenten gewählt.

28.03.2013 Unterzeichnung der „befristeten Vereinbarung betreffend die Benützung der Jagdschiessanlage Luziensteig“ zwischen der Liechtensteiner Jägerschaft, der Jägersektion Falknis und der Werdenberger Jägervereinigung in Gams.

29.04.2013 Antrag der L. Jägerschaft an die Regierung zur Streichung des geplanten Fahrradweges entlang dem Naturschutzgebiet Schwabbrünnen-Äscher aus dem Landesrichtplan.

29.04.2013 Stellungnahme der L.Jägerschaft zuhanden der Regierung zum Problem mit Rabenkrähen im Landwirtschaftsgebiet.

09.06.2013 Triesner Waldsonntag der Bürgergenossenschaft Triesen zum Thema Wildtiere und Jagd. Die Exkursion wird organisiert und geleitet von der Triesner Jagdgesellschaft und der L. Jägerschaft. Themen: Naturnahe Wildtierlandschaft, Natur- und Landschaftsschutz, Waldgesellschaften und Wildnahrung im Wald, Waffen und Ausrüstung, Jagdbetrieb und Hunde, Tiere des Waldes, Naturschutzgebiet Matilaberg. Festwirtschaft mit Wildfleisch. 120 Teilnehmende.

21./22.06.2013  Internationale Jagdkonferenz in Gargellen. Thema Jagd und Internet/Medien. Teilnehmende: M.Fasel, G.Schurti, H.Meier, K.Litscher. Herzlichen Weidmannsdank an die Organisatoren, Landesjägermeister Vorarlberg Dr. Ernst Albrich und sein Team.

09.11.13 Hubertusfeier in Schaanwald, Zuschg.

Hubertuslegende 2013

 

2014
Die Vollversammlung 2014 fand am 21.03.2014 in Triesenberg statt. Neben den ordentlichen Traktanden wurden Dr. Markus Hasler für langjährige Verdienste als Präsident und Hanno Foser als Vicepräsident und Vorstandsmitlied die Goldene Ehrennadel und eine Ehrenurkunde verliehen.

Der Vorstand befasste sich in diesem Jahr unter anderem mit der Gestaltung der neuen Website fl-jagd.li, Besprechungen betreffend Abschussplan 2014 im Amt für Umwelt, die Internationale Jagdkonferenz IJK in Münster, Öffentlichkeitsarbeit, Vertragsunterzeichnung mit dem Jägerverein Werdenberg, Hubertusfeier und Hubertusschiessen. Die neue Website ist im vergangenen Herbst aufgeschaltet worden.

Mit der Werdenberger Jägervereinigung (WJ) hat die Liechtensteiner Jägerschaft und die Sektion Falknis BKPJV 2013 eine vorerst auf zwei Jahre befristete Vereinbarung betreffend Mitbenützung der Jagdschiessanlage St. Luziensteig abgeschlossen. Der bestehende Vertrag wurde im Juni 2014 um fünf Jahre, bis März 2019, verlängert.

Am Abend des 25. Oktober 2014 durfte die Liechtensteiner Jägerschaft ihre Hubertusfeier im Malbun durchführen. Die Messe in der Malbuner Kapelle und die anschliessende Feier im Restaurant Turna, an der rund 100 Personen teilnahmen, bildeten einen wunderbaren Rahmen. Die Goldene Ehrennadel mit Ehrenurkunde wurde den Herren Stefan Ritter, Marcel Noser, Reinold Hasler und Peter Forrer für ihre zwanzigjährige Mitgliedschaft bei der Jagdhornbläsergruppe verliehen.

Erhebliche Vollzugsprobleme haben die Regierung dazu veranlasst, die am 1. Januar 2013 in Kraft getretene Verordnung über den Wildtierschutz (WTSchV) zu überarbeiten. Eine neue Verordnung mit entsprechenden Anpassungen ist 2014 in Kraft getreten. Die von der Liechtensteiner Jägerschaft eingebrachten Änderungsvorschläge wurden vollständig übernommen.

Vor allem bei der Erfüllung des Rotwild-Abschussplans konnte 2014 das Soll nur mit 69% erreicht werden. Anhaltende widrige Wetterlagen und vor allem die seit einigen Jahren verursachte Störung des Rotwildes durch einen extrem hohen Jagddruck waren verantwortlich für das unbefriedigende Ergebnis. Für alle Rotwildreviere kann bestätigt werden, dass mit hohem zeitlichem Aufwand alles versucht wurde, das Abschussoll zu erfüllen. Für das kommende Jahr muss eine Änderung der jagdlichen Strategie ausgearbeitet werden, die das Rotwild weniger vergrämt und es weniger zum Nachttier macht.

(Weitere Informationen unter Jahresbericht 2014)